Berichte 2009

Berichte 2008

Berichte 2007

Berichte 2006

Berichte 2004 und 2005

  Berichte
 

Seminar in Sankelmark bot Anregungen zum Konfliktmanagement bei der Hofübergabe

Der landwirtschaftliche Betrieb - ein Dreiecksverhältnis

Der Bauernblattartikel vom 18. Dezember 2010 steht Ihnen als Download zur Verfügung.

 

Gesamtvorstandssitzung des LandFrauenKreisVerbandes Schleswig-Flensburg Kreisteil Schleswig e.V.

Frauen Power in Hollingstedt

Die Hollingstedter Landfrauen präsentieren ihr Dorf.

Die Gesamtvorstandssitzung mit Dorfbereisung des LandFrauenKreisVerbandes Schleswig-Flensburg Kreisteil Schleswig e.V. fand in diesem Jahr in Hollingstedt an der Treene statt. Die Landfrauenortsvorsitzende Elke Knutzen und ihre Stellvertreterin Frau Eike Dircks begrüßten ihre Landfrauenkolleginnen aus dem Kreisgebiet in dem herbstlich geschmückten Kegelsaal ihren Sporthalle. Nach einem reichhaltigen Frühstück präsentierte die Bürgermeisterin, Frau Petra Bülow, natürlich Landfrau, ihr Dorf.

Hollingstedt sei ein Dorf mit Tradition, aber auch mit Blick auf das Moderne. Das landwirtschaftlich geprägte Dorf habe noch eine Grundschule, einen Kindergarten; eine Sporthalle, ein Seniorenheim, eine Kirche, einen Friedhof, Arztpraxen und eine Gastwirtschaft. Den Bedarf für das tägliche Leben könne man sich noch im Dorf kaufen. Vereine sorgen für das Miteinander im Alltag, wobei sie natürlich den Landfrauenverein, der sich aktiv um das Dorfleben kümmere, hervor hob. Von den elf Gemeinderatsmitgliedern seien sechs Frauen, ebenfalls, wie kann es anders sein, Landfrauen. Das scheint eine Muss in Hollingstedt zu sein, meinte eine Dame aus dem Kreisvorstand. Das heißt natürlich nicht, dass es in der Gemeinde nur um Frauen- und Familienpolitik geht, - nein alle engagieren sich für das gesamte Dorfgeschehen.

In Hollingstedt gewinnt der Tourismus immer mehr an Bedeutung. Das Dorf ist ein attraktiver Ort zur Erholung und ein bevorzugter Ausgangspunkt für Wanderer, Naturfreunde, Paddler, Angler und Radfahrer. Es liegt an einigen Fahrradwegen, wie z.B. dem Eider-Treene-Sorge-Weg oder dem Wikinger-Friesen-Weg. Selbst auf dem gut erhaltenen Danewerk, der früh- bis hochmittelalterlichen Befestigung der Dänen, lässt es sich ausgiebig radeln oder wandern – immer mit herrlichem Weitblick über die vielfältige Landschaft. Die Anlage, die von Hollingstedt bis nach Haithabu, dem heutigen Schleswig, reicht, steht unter Natur- und Denkmalschutz und soll in Kürze zum Weltkulturerbe gehören. Geschichtlich an Hollingstedt ist interessant, dass es der Nordseehafen von Haithabu war.
 

Nach dieser Vielzahl an positiven Informationen fiel es den Landfrauen nicht schwer die Tagesordnungspunkte der Vorstandssitzung abzuarbeiten. Dazu gehörten u. a. der Kreislandfrauentag 2010 im Oktober, ein Powerpointseminar im November und das Betriebsnachfolgeseminar Ende November 2010 in Sankelmark. Die Themen waren gut vorbereitet und die Frauen arbeiteten konzentriert mit. So konnten bis zum Mittagessen die wichtigsten Punkte geklärt werden. Am Nachmittag stand ein Dorfrundgang sowie die Besichtigung der St. Nikolai Kirche auf dem Programm. Die Pastorin, natürlich wieder eine Landfrau, zeigte begeistert „ihre“ Kirche. Die besondere „Schlichtheit“ dieses Gotteshauses erleichtere den Pastoren die Arbeit in der Kirchengemeinde enorm.

Fleißige Landfrauen hatten in der Zwischenzeit ein leckeres Kuchenbüfett aufgebaut. So konnten alle gestärkt nicht nur an Torten, sondern auch an Informationen, an Motivationen und Ideen die Heimreise antreten. Der Hollingstedter Landfrauenverein hat sein Dorf sehr gut präsentiert.

 
Technik -- Natur -- Kultur

Für die Landfrauen aus dem Kreisverband Schleswig–Flensburg, Kreisteil Schleswig kein Gegensatz.

Die Halbtagesfahrt des Kreislandfrauenverbandes Schleswig e. V. führte die Damen zunächst nach Ellhöft, in den Kreis Nordfriesland, direkt an die deutsch-dänische Grenze. Hier wurde im Jahr 2000 der Bürgerwindpark Ellhöft eingeweiht. Die Geschäftsführer Reinhard Christiansen und Christian Carstensen berichteten über die langjährige und schwierige Planungsphase, von dem Bau der sechs 1,3 MW AN Bonus Anlagen sowie der Idee, warum einen Bürgerwindpark.

 
     
 

Bei einem Bürgerwindpark ist die Akzeptanz der Einwohner eher positiv, da sie selbst Miteigentümer der Anlagen sind und daher auch mitbestimmen können.

Eine der Windkraftanlagen kann, nach Terminabsprache nicht nur besichtigt, sondern auch erklettert werden.

Ein besonderes Leitersystem und zahlreiche Zwischenböden erlauben ein Verpusten bzw. Überholen anderer Personen. So ist auch ungeübten Kletterern ein Aufstieg möglich. Diesen Aufstieg wagten auch die meisten der Landfrauen unter fachlicher Führung der Geschäftsführer. Sie wurden mit einem herrlichen Rund umblick belohnt.

Gleich in der Nachbarschaft steht der Windpark Grenzstrom Vindtved mit 4 mal 2,3 MW Anlagen sowie 3 große Repower-Windmühlen mit jeweils 6 MW. Das besondere an diesem Windpark ist die deutsch-dänische Zusammenarbeit.

Nach diesem Einblick in das Zusammenspiel Technik und Naturkräfte ging es für die Landfrauen weiter zur Emil-Nolde-Stiftung nach Seebüll.

Dort konnten alle nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken den herrlich angelegten Garten Emil Noldes bewundern und sich so manche Anregung mit nach Hause nehmen. Bei der anschließenden Führung durch die Stiftung bekamen die Damen einen Einblick in das Leben des 1867 geborenen Malers Emil Nolde. Das heutige Ausstellungshaus war einst Emil Noldes Wohnhaus. Im Jahr 1927 hatte der Künstler das Haus sowie den Garten selbst entworfen. Von Kindheit an war der Maler eng mit der Natur verbunden, was man auch an den Farben seiner Bilder erkennen kann. 1946 begründete Emil Nolde zusammen mit seiner Frau Ada die Stiftung. Sie hat den Auftrag, den umfangreichen Nachlass Emil Noldes in Seebüll im Sinne des Künstlers zu verwalten, seine Werke für die Nachwelt zu erhalten und weltweit zu vermitteln.

 

Anhand seiner zahlreichen Landschafts- und Blumenbilder, seiner Bilder aus Berlin, aus Neuguinea und die mit religiösem Hintergrund, sowie seiner „ungemalten Bilder“ diese entstanden während seines Malverbotes, wurde den Landfrauen die einzelnen Lebensphasen des Künstlers erklärt. „Hier hätte man noch stundenlang zuhören können“, meinte eine Landfrau.

Nach diesem sehr ereignisreichen Tag war allen LandFrauen bewusst: Technik, Natur und Kultur schließen einander nicht aus sondern lassen sich gut miteinander verbinden.

Monika Wagener
Stellv. Schriftführerin

 
Jede Bewegung wurde zur Qual, nichts machte mehr Spaß
"Depression - das aktuelle Gesundheitsthema der LandFrauen - bekam in Schleswig ein Gesicht

Der Artikel des Bauernblatts steht Ihnen als Download zur Verfügung.

 
Kreislandfrauen fordern Breitband
Delegierte unterzeichnen Forderung nach DSL für den ländlichen Raum

Der Artikel des shz steht Ihnen als Download zur Verfügung.